Ausgangslage
Der Verein betrieb ein redaktionelles Portal auf einem Redaktionssystem, das als Eigenentwicklung entstanden war. Es war veraltet und baute auf einer Technologie auf, die nicht mehr weiterentwickelt wird. Das Portal sollte auf WordPress neu aufgebaut werden. Gleichzeitig sollte ein Wiki entstehen: ergänzende, sachliche Fachinhalte von derselben Redaktion, die zu den Artikeln des Magazins verlinken und umgekehrt.
Wir haben in diesem Projekt die Beratung und die Umsetzung geleitet. Konzept und Screendesign haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden erarbeitet.
Das gemeinsame Fundament
Am Anfang stand eine Auslegeordnung der bestehenden Inhaltsstruktur. Sie wurde zur Basis beider Websites. Beim Magazin bauten wir auf den vielen bestehenden Beiträgen auf, beim Wiki konnten wir alles neu aufbauen.
Als Technik haben wir WordPress gewählt, weil es einem redaktionellen Team genau die richtigen Werkzeuge bietet.
Eine WordPress-Multisite als gemeinsame Basis haben wir ebenfalls erwogen. Weil die beiden Websites zeitlich versetzt live gehen sollten und wir die Abhängigkeiten voneinander verringern wollten, haben wir uns für zwei klar getrennte Instanzen entschieden. Jede hat ihr eigenes Theme und eigene Inhalte, beide liegen auf demselben Hosting.
Migration ohne Bruch
Gut 1000 bestehende Beiträge mussten nahtlos in das neue System. Die Redaktion durfte dabei nicht stillstehen.
- Auslegeordnung. Wir haben die bestehende Inhaltsstruktur aufgenommen und für WordPress neu gegliedert.
- Migration von Hand. Die Beiträge wurden samt Bildern und Metadaten manuell übernommen.
- Weiterleitungen. Sämtliche bisherigen URLs leiten auf die neuen Adressen um, damit nichts verloren geht.
- Paralleler Betrieb. Die Redaktion hat zunächst parallel weitergearbeitet, bis die Website vollständig umgestellt war.
Das Journal
Das Journal ist im Stil eines Magazins aufgebaut. Es führt die bestehenden Beiträge weiter und bleibt das redaktionelle Gesicht des Vereins.
Das Wiki
Das Wiki folgt einer anderen Logik. Die Beiträge sind fachlich ausgerichtet und haben Glossar-Charakter. Sie lassen sich auf zwei Wegen finden: über das Alphabet oder über Kategorien. Der Aufbau der Detailseiten ist über Gutenberg-Blöcke gelöst, damit jeder Eintrag dieselbe Struktur hat und die Redaktion ihn ohne Technikwissen pflegen kann.
Zwei Websites, die sich ergänzen
Die Redaktion verknüpft die beiden Websites von Hand, auf zwei Wegen:
- Textlinks im Beitrag.
- Teaser-Blöcke, die über die ID eines Beitrags der anderen Website dessen Informationen per REST API abholen.
Zusätzlich zeigt die Startseite des Wikis einen Teaser mit den neusten Artikeln des Journals, ebenfalls per REST API. So bleiben die Websites technisch getrennt und hängen inhaltlich zusammen.
Ergebnis
Die Websites sind stabil und gut erweiterbar. Auffindbarkeit und Reichweite haben sich aus Sicht der Redaktion verbessert, auch weil Magazin und Wiki sich gegenseitig verlinken.
Die Redaktion beschreibt die Zusammenarbeit so:
Unsere Ansprüche sind hoch: Multimedial, bedienerfreundlich, gut aussehend und zuverlässig müssen unsere Websites sein. MONTAG Webstudios hat dies perfekt umgesetzt!

Betrieb
Beide Websites sind seit Anfang 2021 online und laufen seither stabil. Das Hosting liegt bei uns, die laufende Pflege beim Verein. Später haben wir einen Refresh umgesetzt, der die Websites näher an das Erscheinungsbild des Vereins bringt.
Was wir daraus mitnehmen
- Mit der Inhaltsstruktur beginnen. Wer zuerst klärt, wie Inhalte gegliedert sind, legt die Basis für mehrere Websites.
- Abhängigkeiten bewusst verringern. Zwei getrennte Instanzen erlaubten zeitlich versetzte Starts, ohne dass eine Website auf die andere warten musste.
- Die Redaktion nicht stoppen. Paralleler Betrieb bis zur Umstellung hält die Migration risikoarm und den Redaktionsalltag intakt.